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HIV-Infektion: Doch keine HIV-Heilung bei infiziertem Baby

In den USA hat ein angeblich von einer HIV-Infektion geheiltes Baby einen Rückfall erlitten. Nach über zwei Jahren kehrte das AIDS-Virus zurück.
T-Zelle

Ein HIV-infiziertes Kleinkind, das nach einer frühen Therapie als von dem AIDS-Virus befreit galt, hat einen Rückfall erlitten. Das so genannte "Mississippi-Baby" war 2010 als Kind einer infizierten Mutter geboren worden und hatte sich noch im Mutterleib ebenfalls angesteckt, war jedoch zur Überraschung der Ärzte für mehr als zwei Jahre ohne Medikamente ohne nachweisbare Anzeichen der Infektion geblieben. Jetzt allerdings stellten US-Ärzte bei einer Routineuntersuchung des Kindes fest, dass das Virus zurückgekehrt ist. Das ist bereits der zweite Rückschlag bei vorgeblichen Heilungen der Infektion. Schon im Dezember 2013 hatten zwei ebenfalls als virenfrei geltende Patienten aus Boston Rückfälle erlitten.

Direkt nach der Geburt hatten Mediziner bei dem "Mississippi-Baby" die HIV-Infektion festgestellt und mit der Therapie begonnen. Nach 18 Monaten der normalen HIV-Behandlung verloren die Ärzte das Kleinkind für mehrere Monate aus den Augen, doch auch nach dieser Zeit war kein Virus im Blut des Kindes nachweisbar. Normalerweise kehrt das Virus ohne Therapie binnen weniger Wochen zurück. Das Ergebnis hatte Hoffnungen geweckt, infizierte Neugeborene mit einer frühen, aggressiven Therapie dauerhaft heilen zu können. Nun wollen Forscher herausfinden, wieso das Baby dem Virus immerhin ungewöhnlich lange widerstehen konnte.

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