Direkt zum Inhalt

News: Doch keine Sonolumineszenz-Kernfusion

Kein Zeichen von Kernfusion in kollabierenden Bläschen – das ist das Ergebnis neuer, verfeinerter Experimente, welche die Ergebnisse einer Forschergruppe vom Oak Ridge National Laboratory verifizieren sollten. Rusi Taleyarkhan und seine Kollegen berichteten im März dieses Jahres über ihre Fusionsversuche, die sie an einem Ultraschall beschalltem Acetonglas durchführten. Die dabei durch Kavitation entstehenden Bläschen hätten die Bedingungen für eine Kernfusion von Deuterium-Atomen erfüllt, da sich das Fusionsprodukt Tritium in der Lösung nachweisen und charakteristische Neutronen-Aktivität detektieren ließ.

Schon damals kam Kritik an der Arbeit aus demselben Haus. Denn Dan Shapira und Michael Saltmarsh konnten die Ergebnisse nicht reproduzieren, wobei den Forschern jedoch auch noch kein empfindlicher Detektor zur Verfügung stand. Mittlerweile haben Shapira und Saltmarsh den Versuch mit empfindlicheren Messgeräten an einem zum Original-Aufbau identischen Experiment wiederholt, konnten aber auch hier keine Hinweise auf Kernfusion finden. Die Lichtblitze der Sonolumineszenz fielen im Allgemeinen nicht mit der Neutronenemission zusammen. Die Forscher meinen, dass es zufällig zu gleichzeitigem Auftreten beider Ereignisse kommen könnte, die dann wie ein Zeichen von Fusion aussehen würden.

Lesermeinung

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

  • Quellen
American Physical Society
Physical Review Letters (im Druck)

Partnerinhalte