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Hydroökologie: Drei-Schluchten-Damm beeinflusst Nährstoffhaushalte

Die Vollendung des Drei-Schluchten-Staudamms am Mittellauf des Jangtsekiang in China führt zu Veränderungen im Nährstoffhaushalt des Ostchinesischen Meers.

Zu diesem abschließenden Ergebnis kommt eine Studie von Forschern um Gwo-Ching Gong der Taiwan Ocean University in Keelung, die in den Jahren zwischen 1998 und 2004 das Verhältnis von Silizium zu Stickstoff in verschiedenen Abschnitten des Flusses und des küstennahen Seewassers untersuchten. Demnach sank das Verhältnis von 1998 – und damit noch zu Beginn der Bauarbeiten – zu 2004 von 1,5 auf einen Wert von nur noch 0,4; in manchen Regionen transportiert der Fluss nur noch etwa die Hälfte seiner Sedimentfracht im Vergleich früher. Ein Großteil der Schwebstoffe verbleibt damit im Staubecken, das seit 2003 geflutet wird.

Als Folge sank auch die pflanzliche Primärproduktion zwischen 1998 und 2003 im Unterlauf des Jangtse und im Ostchinesischen Meer um mehr als 85 Prozent. Negative Auswirkungen auf die Fischerei und die Ökosysteme des Meeres können deshalb nicht ausgeschlossen werden, so die Forscher.

Die Fischgründe im Mündungsbereich des Flusses gelten bis jetzt als sehr produktiv. Wegen seiner ökologischen und sozialen Folgen war der Drei-Schluchten-Damm selbst innerhalb Chinas lange Zeit umstritten und konnte nur gegen Widerstand errichtet werden. Seine endgültige Fertigstellung wird für das Jahr 2009 anvisiert.

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