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Reproduktionsmedizin: Eileiterschwangerschaften durch Cannabis?

Wissenschaftler der Vanderbilt-Universität haben an Mäusen festgestellt, dass Cannabis ähnliche Substanzen eine entscheidende Rolle beim Transport einer gerade befruchteten Eizelle in die Gebärmutter spielen. Bei den Tieren, denen ein Rezeptormolekül für im Körper gebildete Cannabinoide fehlte, verblieben die Zellen im Eileiter.

Die Forscher vermuten, dass eine Störung des inneren Cannabis-Haushaltes beispielsweise durch entsprechende Medikamente oder Drogengenuss sich ebenfalls negativ auf die Wanderung der befruchteten Eizelle auswirken und so zu Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaften führen könnte. Offenbar wirken die Substanzen bei der Muskelbewegung des Eileiters mit.

Da der Cannabiskonsum in den letzten Jahren stark gestiegen sei, müsse ein eventueller Einfluss beim Menschen dringend gründlich untersucht werden. Eine von achtzig Schwangerschaften endet mit einem Einnisten des Embryos außerhalb der Gebärmutter – bei zu später Diagnose kann dies für die Mutter lebensgefährlich werden. Auch Rauchen vergrößert offenbar das Risiko.

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