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Medizin: Ein Bluttest zur Brustkrebsdiagnose?

Die bisherigen Verfahren, um Brustkrebs zu diagnostizieren, sind verhältnismäßig teuer und für die betreffenden Frauen nicht immer besonders angenehm. Könnte ein Bluttest bald Abhilfe schaffen?
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Zur Diagnose von Brustkrebs könnte in Zukunft möglicherweise eine einfache Blutprobe ausreichen. Das glauben zumindest Forscher um Fiona Larner von der University of Oxford. Die Wissenschaftler untersuchten Blut und Blutserum von jeweils fünf gesunden und fünf an Brustkrebs erkrankten Probanden, sowie zahlreiche Brustgewebeproben von weiteren Krebspatienten. Ihr besonderes Augenmerk galt dabei der Konzentration verschiedener Spurenmetalle. Um sie zu messen, nutzen die Forscher erstmals Techniken, die eigentlich zur Erfassung von Isotopenverhältnissen im Bereich der Astrophysik und der Geologie zum Einsatz kommen – und wesentlich genauer sind als alles, was medizinische Verfahren bisher zu bieten haben.

Dabei stellte sich heraus, das Zink ein guter Biomarker für Tumore im Burstgewebe zu sein scheint. Denn offenbar verarbeiten Krebszellen Spuren des Metalls anders als gesunde Zellen, was in eine andere Isotopenzusammensetzung mündet. Auf Basis dieser Erkenntnisse – so die Hoffnung von Larner und ihren Kollegen – könnte man möglicherweise einen Bluttest entwickeln, der eine Erkrankung schnell und nicht-invasiv aufspürt. Dafür müsste sich dieser Trend aber erstmal auch bei einer wesentlich größeren Stichprobe an Patienten bestätigen. Parallel dazu wollen die Wissenschaftler sich bereits auf die Suche nach weiteren Spurenmetallen machen, die vielleicht bei anderen Tumorarten ungewöhnliche Veränderungen aufweisen.

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