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Einschlag: Fiel in Australien Gold vom Himmel?

Bei einem Asteroideneinschlag vor rund 800 000 Jahren in Westaustralien könnte in der Folge Gold vom Himmel gefallen sein, das heute abgebaut wird. Darauf weisen Untersuchungen eines neu entdeckten Einschlagkraters und seiner Gesteine hin.
Asteroiden-Einschlag auf der Erde (künstlerische Darstellung)
Bei einem Asteroideneinschlag vor rund 800 000 Jahren im heutigen Westaustralien bildete sich ein vier Kilometer großer Impaktkrater. Dabei fiel auch Gold vom Himmel (Illustration).

Ein wenig erinnert es an das Märchen von den »Sterntalern«, aber in Westaustralien ist vor rund 800 000 Jahren tatsächlich Gold bei einem Asteroideneinschlag vom Himmel gefallen. Das Edelmetall spürte eine Forschungsgruppe um Raiza Quintero von der University of Puerto Rico at Mayagüez in den Gesteinen des etwa vier Kilometer großen Einschlagkraters von Ora Banda auf, die diesen auch entdeckt hatte. Das Team veröffentlichte seine Erkenntnisse im Fachjournal »Meteoritics & Planetary Science«. Der Krater befindet sich in den sogenannten Eastern Goldfields in der Provinz Westaustralien, in denen schon lange erfolgreich nach Gold gesucht und auch Gold gefunden wird.

Der Krater bildete sich in Grünstein, einem sehr alten Material, das ursprünglich vor langer Zeit als vulkanisches Gestein entstanden war. Es unterlag einer Vielzahl von Überprägungen und unterscheidet sich heute stark von den ehemaligen Vulkangesteinen. Als in der Region mit Bohrungen gezielt nach Gold gesucht wurde, entdeckte man zufällig den Krater von Ora Banda. Dabei sprangen dem Team um Quintero typische Gesteinsmerkmale ins Auge, die nur bei einem Asteroideneinschlag entstehen. Als Erstes waren der Gruppe sogenannte Bruchkegel aufgefallen, die »shatter cones«, die erstmals im Meteor Crater im US-Bundesstaat Arizona beschrieben worden waren.

Die »shatter cones« entstehen durch die starken Stoßwellen, die beim Einschlag eines Asteroiden durch die getroffenen Gesteine im Umfeld des sich bildenden Kraters laufen. Dabei wird das Material derart stark mechanisch beansprucht, dass sich die typischen muschelförmigen Brüche mit radialen Strahlen bilden. Sie sind nur von Einschlagkratern bekannt. In Ora Banda fanden sich die Bruchkegel sowohl in den Bohrkernen als auch in felsigen Aufschlüssen an der Oberfläche.

In den Gesteinsbohrkernen der Goldsucher stieß die Gruppe in den unteren Bereichen auf Brekzien, eine Mischung einer bunten Vielfalt aus Gesteinsbruchstücken, die sich wieder verfestigt hat. Zudem fanden sich Anteile von Gesteinsgläsern, wodurch sie als Suevite erkannt wurden. Der Suevit, der »Schwabenstein«, wurde erstmals im Nördlinger Ries in Bayerisch-Schwaben entdeckt und erhielt danach seinen Namen, der heute für alle derartigen Einschlaggesteine verwendet wird. Im Suevit fanden sich zudem geschockte Quarze, die ebenfalls nur bei einem Impakt entstehen. Die Krönung war jedoch dann, dass es in den Sueviten von Ora Banda feine Goldpartikel gibt, die ursprünglich aus dem getroffenen Gestein stammen. Sie wurden durch den Einschlag ausgeworfen und gingen dann mit den zurückfallenden Gesteinsbruchstücken und Schmelzen nieder. Somit fiel hier tatsächlich Gold vom Himmel.

  • Quellen

Quintero, R. R. et al., Meteoritics & Planetary Science 10.1111/maps.70 154, 2026

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