Direkt zum Inhalt

News: Eisberge bedrohen Ökosysteme im Südpolarmeer

Die ungewöhnlich großen Eisberge, die sich im vorvergangenen Jahr vom antarktischen Schelfeis gelöst hatten, wirkten sich offenbar nachhaltig auf die Ökosysteme des Südpolarmeeres aus. Forscher der Stanford University konnten anhand von Satellitenaufnahmen nachvollziehen, dass ein in mehrere Stücke zerfallener Eisberg die im antarktischen Sommer übliche Abdrift von Treibeis aus der südpolaren Ross-See blockiert hatte. Dies führte zu einer dauerhaften Vereisung weiter Meeresbereiche und, infolge von Lichtmangel, zu einer um 40 Prozent reduzierten Algenblüte. Da die Algen die Basis der Nahrungskette bilden, sehen die Wissenschaftler das gesamte antarktische Ökosystem bedroht. So hätten Pinguine, die sich von Algen fressenden Tieren ernähren, im vergangenen Jahr bereits weniger Jungtiere ausgebrütet.

Lesermeinung

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

  • Quellen
Stanford University

Partnerinhalte