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News: Eisenpartikel im Nanomaßstab sollen verseuchtes Erdreich reinigen

Ultrafeiner Eisenpuder könnte für die Säuberung von Schadstoff-kontaminiertem Erdboden und Grundwasser eingesetzt werden.

Diese Methode stellt jetzt der Umweltingenieur Wei-xia Zhang von der Lehigh University vor: Durch die Oxidation, also das Rosten des Eisens werden organische Kontaminationen wie etwa Tetrachlorkohlenstoff, Dioxin und PCBs in weniger giftige Verbindungen umgewandelt. Auch Schwermetalle, wie Blei, Nickel, Quecksilber oder selbst Uran, werden im Zuge der Eisen-Oxidation zu unlöslichen Verbindungen reduziert, die dann im Boden eingeschlossen bleiben und somit nicht in die Nahrungskette gelangen können.

Labor- und Feldversuche belegten, dass bereits wenige Tage nach Behandlung des Bodens mit dem Eisenpulver die Kontaminationen drastisch verringert und nach einigen Wochen komplett eliminiert waren.

Gröberes Eisenpulver wird bereits von vielen Firmen für die Reinigung ihrer Industrieabfälle verwendet. Aber erst mit den Eisenpartikeln im Nanomaßstab lässt sich nach Ansicht von Zhang das Prinzip für die Säuberung verseuchter Böden nutzen: Die Nanopartikel sind um ein vielfaches reaktiver als konventionelles Eisenpulver und können zudem als fein aufgeschlämmte Suspension direkt in die verunreinigten Schichten gepumpt werden.

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  • Quellen
Journal of Nanoparticle Research 5(3) (2003)

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