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News: Endet Klimakonferenz ergebnislos?

Heute endet die 9. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention UNFCCC (United Nations Framework Convention on Climate Change), die am 1. Dezember in Mailand begonnen hatte. Russland hat sich bisher geweigert, das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz zu ratifizieren, will aber noch weiter verhandeln.

Hauptkritikpunkte der russischen Delegation betreffen die Regelungen zum Verfahren des so genannten Joint Implementation. Damit können Staaten, die Techniken zur Emissionsreduktion klimarelevanter Gase in andere Länder exportieren, diese für ihre eigenen Klimaziele anrechnen lassen.

Bisher haben 118 Staaten das Kyoto-Protokoll ratifiziert, das gestern seinen sechsten Geburtstag feiern konnte. Es tritt jedoch erst dann in Kraft, wenn die Unterzeichner für mindestens 55 Prozent der 1990 ausgestoßenen Kohlendioxidemissionen verantwortlich waren. Nach dem Ausscheiden der USA spielt Russland mit einem Anteil von knapp 18 Prozent die entscheidende Rolle. Ziel der Vereinbarung ist es, den CO2-Ausstoß für den Zeitraum 2008 bis 2012 um mindestens fünf Prozent gegenüber 1990 zu senken.

Gestern hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf der Konferenz in Mailand eine Studie vorgestellt, nach der mehr als 150 000 Menschen jährlich an den Folgen des Klimawandels sterben. Demnach sind auch 2,4 Prozent der weltweiten Durchfallerkrankungen sowie 2 Prozent aller Malaria-Fälle durch die Änderungen des Klimas ausgelöst worden. In Europa habe die Hitzewelle des vergangenen Sommers rund 20 000 Menschen das Leben gekostet.

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