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News: Englischer Fußball besonders langweilig

Der englische Fußball ist 30-mal langweiliger als anderswo. Zu diesem Schluss kommen Astrophysiker der University of Warwick, die mit ihren Methoden der Extremwertstatistik eigentlich die Emission besonders heftiger Ausbrüche von Röntgenstrahlung aus der Akkretionsscheibe von Schwarzen Löchern beschreiben. Solche Extremwerte sind statistisch gesehen herausragende Ereignisse, die häufiger sind, als es die zufällige Verteilung vorsieht.

Die Forscher hatten die gleichen Methoden auf die Ergebnisse von 135 000 Fußballspielen aus 169 Ländern angewandt und mit denen von 13 000 englischen Spielen verglichen. Demnach sind Spiele mit einer hohen Zahl von Toren außerhalb Englands weit häufiger als erwartet - vorausgesetzt die Tore sind voneinander unabhängige Ereignisse. Die Wahrscheinlichkeit, dass englische Mannschaften viele Tore schießen, ist im internationalen Vergleich hingegen 30-mal geringer.

Sieht man die geschossenen Tore als Maß für die Spannung eines Spiels, sind die englischen Ballkünstler also 30-mal langweiliger. Über den Stand der deutschen Mannschaften im internationalen Vergleich wurde nicht berichtet.

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  • Quellen
University of Warwick
Condensed Matter cond-mat/0110605

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