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Ernährung: Entwarnung für fettes Essen?

Eine fettarme Ernährung schützt nicht vor Krebs und Herzinfarkt. Dies ist das Ergebnis einer amerikanischen Studie zur Frauengesundheit, an der sich 50 000 Frauen in der Menopause beteiligt hatten. Lediglich bei einer sehr seltenen Form von Brusttumoren sei ein Rückgang in Zusammenhang mit einer fettreduzierten Diät zu beobachten gewesen. Ansonsten traten in dieser Gruppe fast genauso viele Fälle von Brust- und Darmkrebs sowie Herzkrankheiten auf wie bei Studienteilnehmerinnen, die sich nicht die Butter vom Brot nehmen ließen.

Grünes Licht für Pommes Frites und andere ölige Schlemmereien wollen die Forscher um Barbara Howard vom Medstar Research Institute trotzdem nicht geben, weil man ihrer Meinung nach bei den Rahmenbedingungen Faktoren außer Acht gelassen habe, welche die Aussage verfälschen könnten.

So zeige das Ergebnis womöglich hinsichtlich des Gesundheitsrisikos keine Unterschiede, weil nicht zwischen den "guten" Fetten aus Nüssen, Samen oder Fisch und den gesättigten Fetten in Fleisch, Pommes oder Chips differenziert worden sei, vermuten sie jetzt. Auch das Alter der Teilnehmerinnen könnte für das Ergebnis eine Rolle gespielt haben. Wenn Personen über 50 ihre Ernährung umstellten, habe das einen anderen Effekt, als wenn sich jemand von Geburt an mit fettarmeren Produkten ernährt. Es sei sicher nicht verkehrt, wenn sich Menschen mittleren Alters sich für eine bewusste Ernährung entscheiden, so das Fazit.

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