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Nachwuchsfragen: Erhofft langes Leben sorgt für Jungs

Tami
Wünscht sich eine Frau männlichen Nachwuchs, sollte sie wohl intensivst daran glauben, dass sie mindestens Uroma-Alter erreicht. Dann nämlich, so ermittelte Sarah Johns im britischen Gloucestershire, steigt die Wahrscheinlichkeit für die Geburt eines Jungen – beim ersten Mal.

Fast 18 000 Erstgebärende hat die Wissenschaftlerin von der University Kent angeschrieben und die Antworten statistisch ausgewertet. Neben etlichen anderen Fragen sollten die Frauen auch beantworten, wie lange sie nach eigener Schätzung noch leben werden, und welches Geschlecht der erste Nachwuchs hatte. Und die Statistik, bekanntermaßen unbestechlich, besagt: Je höher die erwartete Lebensspanne, desto wahrscheinlicher gab es einen Jungen.

Dahinter steckt nicht etwa derselbe nicht vorhandene Zusammenhang wie zwischen Zahl der Storchennester und Geburtenrate in Schleswig-Holstein, nein: Die Forscherin kann ihre Daten mit weiteren Studien untermauern, die ähnliche Ergebnisse erbrachten. Und die Erklärung? Ein Junge kostet seine Mutter mehr – physiologisch gesehen. Also sollte sie sich, rein biologisch betrachtet, nur unter besten Voraussetzungen ein solches Männlein leisten.

Intensives Wunschdenken reicht dafür natürlich nur bedingt, doch gibt es Hinweise, dass die Wahrnehmung der eigenen Situation und der Versorgungslage der Umwelt den Testosterongehalt im Körper beeinflusst. Und der wiederum, so scheint es, wirkt sich Zünglein-an-der-Waage-artig auf das Geschlecht des Nachwuchses aus. Ob das aber beim zweiten Kind dann immer noch funktioniert, hat Sarah Johns noch nicht untersucht.

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