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News: Erneuter Fehlschlag für Zelltransplantation gegen Parkinson-Krankheit

Die Verpflanzung von Hirnzellen aus abgetriebenen Föten ist offenbar tatsächlich nicht geeignet, Patienten mit Parkinson-Krankheit zu behandeln. Nach einem ersten Misserfolg in einer groß angelegten Studie im Jahr 2001 mussten nun auch Forscher um Warren Olanow von der Mount Sinai School of Medicine in New York City berichten, dass sich die Symptome ihrer 23 mit Spenderzellen behandelten Patienten nicht gebessert hatten, im Gegenteil: Bei mehr als der Hälfte der Erkrankten traten schwere Nebenwirkungen wie unkontrollierbare Zuckungen auf. Ähnliches hatten die Wissenschaftler um Curt Freed vom Health Science Center der University of Colorado in Denver vor zwei Jahren ebenfalls beobachtet.

Die Autoren schließen daher, dass die Zelltransplantation aus fötalem Hirngewebe nicht geeignet ist, die Schüttellähmung zu behandeln. Sie vermuten, dass die unkontrollierten Muskelzuckungen auf eine zu geringe Überlebensrate der transplantierten Zellen zurückgehen und daher weiterhin nicht ausreichend Dopamin produziert wird – der Mangel an Dopamin ist die Ursache für die Krankheit. Freed und seine Kollegen hatten damals geschlossen, dass unkontrolliertes Zellwachstum der Auslöser für die schweren Nebenwirkungen sei, die sich auch durch Medikamente nicht abschwächen ließen.

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  • Quellen
Annals of Neurology (im Druck)

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