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Cassini-Huygens-Mission: Erste Bilder von Titan aus nächster Nähe

Titan im DunstschleierLaden...
Einen erfolgreichen Blick hat die Cassini-Sonde auf den Dunstschleier und die Oberfläche von Titan geworfen, als sie den Saturnmond in nur 1200 Kilometern Entfernung passierte. Insgesamt haben die Kameras bis zu 500 Aufnahmen im sichtbaren Licht gemacht.

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Versperrter Blick | Titan hüllt sich beständig in einen dichten Dunstschleier. Doch aus dieser Nähe von nur 1200 Kilometern wurde er noch nie fotografiert. Die Aufnahme entstand am 26. Oktober 2004.
Die ersten Daten registrierte das Deep Space Network der Nasa in Madrid am frühen Mittwochmorgen um 3.25 Uhr MESZ, wobei die Bilder eine Stunde und 14 Minuten für den Weg von der Sonde zur Bodenstation benötigen. Cassini hatte den größten Saturnmond im Juli 2004 erreicht und kreist seitdem in einer Umlaufbahn. Bei diesem bislang nähesten Vorbeiflug erreichte sie eine Geschwindigkeit von knapp 22 000 Kilometern pro Stunde.

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Titan im Dunstschleier | Der dichte Dunstschleier lässt nur wenig von der Oberfläche des größten Saturnmonds erahnen – eine weitere Aufnahme vom 26. Oktober 2004.
Die Cassini-Huygens-Mission ist eine Kooperation der Europäischen Weltraumorganisation Esa mit der Nasa und der italienischen Raumfahrtorganisation. Während die Sonde Cassini im Flug Daten von Titan sammelt, soll der huckepack mitgenommene Huygens-Lander sich im Dezember von Cassini lösen, um am 14. Januar 2005 in die Atmosphäre des Saturnmonds zu stürzen und auf dessen Oberfläche versuchen zu landen.

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Bildbearbeitung | Diese Bilderfolge verdeutlicht, wie Bildbearbeitung den Aufnahmen wertvolle Einzelheiten entlocken kann. Das linke Bild wurde nur geringfügig bearbeitet, um fehlerhafte Pixel und Ungenauigkeiten der digitalen Aufzeichnungseinheit auszubügeln. Das mittlere Bild wurde aus mehreren Aufnahmen zusammengesetzt, um den Kontrast zu verstärken und den verwischenden Effekt der Atmosphäre zu verringern. Im rechten Bild wurden außerdem noch die Kanten von Strukturen verschärft. Die zu Grunde liegenden Aufnahmen stammen vom 25. Oktober 2004.
Titan ist der einzige Mond mit einer dichten Atmosphäre. Da diese sehr reich an Stickstoff ist, könnten die Erkenntnisse der Mission dazu beitragen, die Entwicklung der frühen Erdatmosphäre aufzuklären. Sonst herrschen dort eher ungemütliche Verhältnisse: Bei minus 179 Grad Celsius sollen auf der gefrorenen Oberfläche Ozeane aus flüssigem Methan und Ethan existieren.

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