Direkt zum Inhalt

Artenschutz: Erste künstliche Befruchtung eines Nashorns geglückt

Die 24-jährige Nashorndame Lulu aus dem Budapester Zoo ist nach einer künstlichen Befruchtung im fünften Monat trächtig. Die Wissenschaftler um Thomas Hildebrand vom Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung entwickelten das dazu benötigte aufwändige Verfahren, mit dem das Aussterben der bedrohten Tierart verhindert werden soll.

Lulu (hinten) und Nashornbulle EasyboyLaden...
Lulu (hinten) und Nashornbulle Easyboy | Obwohl die Nashornkuh Lulu und der Bulle Easyboy seit Jahren ein Gehege teilen, hatten sie bisher noch keinen Nachwuchs.
Breitmaulnashörner (Ceratotherium simum) werden vor allem wegen ihrer Hörner von Wilderern gejagt. So leben vom Nördlichen Breitmaulnashorn nur noch 32 Tiere, zehn davon in Gefangenschaft, wo sie sich nur sehr selten fortpflanzen. Werden die Kühe nicht rechzeitig gedeckt, so degeneriert ihre Gebärmutter, und die Menopause setzt verfrüht ein.

Künstliche Befruchtung der NashornkuhLaden...
Künstliche Befruchtung der Nashornkuh | Alle Untersuchungen mussten unter Vollnarkose durchgeführt werden.
Lulu, die zu der nicht ganz so gefährdeten südlichen Unterart des Breitmaulnashorns gehört, ist die erste Nashornkuh, die das so gezeugte Kalb nicht in den ersten Wochen der Schwangerschaft verloren hat. Die Wissenschaftler haben nun die Hoffnung, die neu entwickelte Methode – die besondere Geräte und ein spezifisches Narkoseprotokoll einschließt – in Zukunft auch bei der anderen Unterart einsetzen zu können.
05.10.2004

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 05.10.2004

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

Partnervideos