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News: Erster Testflug für Flugzeugsternwarte SOFIA

Nach jahrelanger Verzögerung startete am Donnerstag, dem 26. 4., die Flugzeugsternwarte SOFIA vom Flughafen in Waco (Texas) zu ihrem ersten Testflug. Das "Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie" soll in den nächsten Monaten seinen Beobachtungsbetrieb aufnehmen.
Der erste Testflug dauerte zwei Stunden und diente der Erprobung des umgebauten Flugzeugs, einer Boeing 747SP. In ihrem Heck befindet sich ein in Deutschland entwickeltes und gebautes 2,5-Meter-Teleskop. Während des Starts und der Landung verbirgt es sich hinter einer Rumpftür, die bei Erreichen der Arbeitsflughöhe von bis zu 13,7 Kilometern während des Flugs geöffnet werden kann.

Wie der Name "Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie" andeutet, soll SOFIA den Himmel im infraroten Bereich des Spektrums erkunden. Die fliegende Sternwarte arbeitet vor allem bei Wellenlängen, bei denen ergebundene Teleskope nicht beobachten können, da hier der Wasserdampf der Erdatmosphäre das Licht absorbiert. In einer Höhe von 13,7 Kilometern lässt SOFIA bereits 99 Prozent des atmosphärischen Wasserdampfs unter sich, so besteht praktisch freie Sicht ins All.

Während des ersten Testflugs am 26. April blieb die Teleskoptür geschlossen, und man beschränkte sich auf die Ermittlung der grundlegenden Flugeigenschaften der Boeing 747. In den nächsten Wochen geht die Flugerprobung weiter und in einigen Monaten soll der Beobachtungsbetrieb beginnen.

TA

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