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Aviäre Influenza: Erstmals H5N1 in deutschem Hausgeflügel

Zum ersten Mal, seit der Auslöser der auch für Menschen potenziell gefährlichen Vogelgrippe in Deutschland aufgetreten ist, hat das H5N1-Virus einen Geflügelzuchtbetrieb hierzulande befallen. Auf dem betroffenen Hof in Sachsen starben schon 700 Tiere an dem Erreger, der restliche Bestand soll nun vorsorglich getötet werden. Die Behörden richteten einen drei Kilometer breiten Sperrbezirk rund um den Hof ein.

Noch ist laut dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems – dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit – unklar, ob es sich um die hoch ansteckende Asia-Variante des H5N1-Virus handelt. Laut FLI soll aber bis spätestens Donnerstag das endgültige Ergebnis vorliegen. Bestätigt sich dann der Verdacht, müsste die Bundesrepublik mit Handelsbeschränkungen für Geflügel und entsprechende Produkte rechnen, wie es bereits in Frankreich der Fall ist, wo erstmals in der Europäischen Union Nutztiere von der Seuche befallen wurden.

Bislang wiesen Veterinäre das H5N1-Virus in Deutschland nur in Wildvögeln, mehreren Katzen und einem Steinmarder nach. Das Bundesinstitut für Risikobewertung sieht aber auch nach diesem neuen Fall noch keine erhöhte Gefährdung für die Bevölkerung, da es bislang weltweit noch keinerlei gesicherte Nachweise einer Infektion von Menschen durch Lebensmittel gebe.
06.04.2006

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 06.04.2006

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