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News: ESA simuliert auf Titan vorgesehene Landung der Raumsonde Huygens

Ein Forschungsteam der europäischen Raumfahrtorganisation ESA hat die für Anfang 2005 geplante Landung der Sonde Huygens auf dem Saturnmond Titan mit einem Modell in Italien getestet.

Mithilfe eines Ballons, dessen Durchmesser ganze 100 Meter beträgt, ließen die Forscher die 500 Kilogramm schwere Gondel mit dem Nachbau in eine Höhe von 33 Kilometer aufsteigen. Von dort stürzte sie in einem dreißigminütigen Fall zurück auf die Erde, gebremst von einem Fallschirm, der die Fallgeschwindigkeit von 40 Metern pro Sekunde auf 4 Meter pro Sekunde minderte.

Dies war bereits der vierte Test mit dem Nachbau des Huygens-Lander, allerdings der erste, bei dem die Testsonde neben zwei Höhenmessern auch ein komplettes H-ASI, ein Instrument, das verschiedene Parameter der Atmosphäre auswertet, mit sich trug.

Der Lander Huygens startete bereits 1997 im Schlepptau des Saturnorbiters Cassini von der Erde aus und soll bei seinem zweieinhalbstündigen Sinkflug die Atmosphäre des Titan analysieren, bevor er vermutlich in einem Methansee versinken oder auf der minus 180 Grad kalten Oberfläche landen wird. Von dort aus wird er nach Schätzungen der ESA noch etwa zwölf Minuten lang Daten zu Cassini senden können.

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