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Aviäre Influenza: EU-Vogelgrippefälle provozieren verschärfte Abwehrmaßnahmen

Nachdem am Vogelgrippe-Virus H5N1 erstmals auch Tiere in der Europäischen Union verendeten, beraten Ende dieser Woche die Mitgliedstaaten über die weitere Abwehrstrategie. Am Wochenende waren in Italien und Griechenland Sicherheitszonen eingerichtet worden, um eine Ausbreitung der in einigen toten Vögeln entdeckten Erreger zu verhindern.

Auch in Bulgarien und Slowenien bestätigte sich indes der H5N1-Verdacht in in verendeten wilden Schwänen. Die EU-Kommission wird wohl in Kürze ein Importverbot für Geflügel und Wildvögel, Geflügelfleisch, Eier und Federn aus Bulgarien verhängen.

In Deutschland denkt Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) darüber nach, die eigentlich für den 1. März beschlossene Geflügel-Stallpflicht vorzuziehen und Geflügelschauen in Deutschland zu verbieten.

Menschen sind bei den jüngsten Vogelgrippe-Fällen Europas offenbar nicht infiziert worden. Zwei Griechen, die Kontakt mit den infizierten Schwänen und Wildenten gehabt hatten, konnten ein Krankenhaus in Thessaloniki nach einer Untersuchung auf H5N1 wieder verlassen.

Ein weiterer menschlicher Infektionsfall, der 26., wurde dagegen in Indonesien bekannt. Mindestens 88 Menschen sind seit 2003 in Asien und im Nahen Osten an H5N1 gestorben. Der Erreger ist weiterhin nicht von Mensch zu Mensch übertragbar. Experten befürchten eine Pandemie, sollte das Virus in einem Menschen zu einer übertragbaren Variante mutieren.
14.02.2006

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 14.02.2006

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