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Evolution: Die Herrschaft der Inselgiganten

Aus Groß mach Klein, aus Klein mach Groß – Tiere, die auf Inseln leben, sind oft Miniaturen oder gigantische Versionen ihrer Festland-Pendants. Beispiel: die größte Echse der Welt.
3. Komodowaran - der Drache mit dem üblen BissLaden...

Vögel, Säugetiere und Reptilien auf Inseln neigen dazu, Miniaturen oder gigantische Versionen ihrer Pendants auf dem Festland zu sein. Das hat eine Analyse von mehr als 1000 Arten gezeigt, die nun im Magazin »Nature Ecology and Evolution« erschienen ist. Dies sei ein Beweis dafür, schreiben die Autorinnen und Autoren, dass ein evolutionärer Grundsatz – die Inselregel – für eine Vielzahl von Wirbeltieren gilt.

Vertreter großer Tiere auf dem Festland entwickeln auf Inseln oft kleinere Körper, während solche von kleinen auf dem Festland lebenden Arten größer werden. Ein prominentes Beispiel ist der auf Inseln lebende Komodowaran (Varanus komodoensis). Die größte Echse der Welt kann mehr als 150 Kilogramm schwer werden.

Ana Benítez-López von der Estatión Biológica Doñana in Sevilla, Spanien, und ihre Kollegen machten sich daran, die Debatte darüber zu klären, ob es sich bei solchen Spezies um Zufälle oder Belege für ein evolutionäres Muster handelt. Das Team sammelte Daten aus mehreren Studien, um 1166 inselbewohnende Arten und 886 ihrer Pendants auf dem Festland zu untersuchen. Im Gegensatz zu einigen früheren Studien zog die Gruppe Daten aus verschiedenen Quellen heran, wie Museumsexemplare und Studien, die nichts mit der Inselbewohnerschaft zu tun haben.

Das Team fand weit verbreitete Beweise für die Inselherrschaft auf der ganzen Welt. Verschiebungen in der Körpergröße waren am extremsten bei Säugetieren und Reptilien auf kleineren, abgelegeneren Inseln.

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