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Weltraumteleskop Kepler: Exoplanet mit der Dichte von Kork

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Im März 2009 startete das Weltraumteleskop Kepler, um in der habitablen Zone ferner Sonnen nach erdähnlichen Planeten zu suchen. Nun haben Astronomen die Daten aus den ersten sechs Wochen analysiert und darin fünf neue Exoplaneten aufgespürt. Den ersten Ergebnissen zufolge kommen in anderen Sonnensystemen zwar vergleichbar große Objekte wie Neptun, Jupiter und die anderen Gasriesen vor, jedoch besitzen diese eine wesentlich niedrigere Dichte.

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Sichtfeld der Kepler-Mission | Das Weltraumteleskop Kepler soll rund 100 000 Sterne im Bereich des Sternbilds Schwan untersuchen. Das Gesichtsfeld des Satelliten besitzt mit zwölf Grad den 24-fachen Durchmesser des Vollmonds. Die Lichtstärke der Optik reicht aus, um Sterne in bis zu 3000 Lichtjahren Entfernung zu untersuchen. Zumindest für die nächsten dreieinhalb Jahre wird Kepler seine Blickrichtung konstant beibehalten.
Während der ersten Wochen verfolgten die Astronomen mit Kepler insgesamt 156 000 Sterne. Die neu entdeckten Exoplaneten messen zwischen 0,4 und 1,6 Jupiterradien und weisen eine Umlaufzeit von drei bis fünf Tagen auf. Wie William Borucki vom NASA Ames Research Center in Kalifornien berichten, gleicht einer der neu entdeckten Planeten in Größe, Masse und Dichte Neptun. Ein anderer gehört unter den mehr als 400 bisher bekannten extrasolaren Welten zu denjenigen mit der geringsten Dichte. Mit nur 0,17 Gramm pro Kubikzentimeter ist diese nur geringfügig größer als diejenige von Kork. Auch die drei weiteren Neufunde bestätigen, dass Gasriesen eine wesentlich niedrigere Dichte besitzen können als bislang vorhergesagt.

Wegen der Schwierigkeit erdähnliche Planeten nachzuweisen, ist deren Häufigkeit und Verteilung bislang unbekannt. Auf der Suche nach den fernen Welten blickt Kepler stets auf dieselbe Himmelsregion im Sternbild Schwan, wobei er bis zu 150 000 Sterne gleichzeitig erfasst und kontinuierlich ihre individuellen Helligkeiten misst. Denn wäre der Orbit eines extrasolaren Planeten so ausgerichtet, dass er von uns aus gesehen vor seiner Sonne vorbeizieht, würden ihn winzige Schwankungen im Sternlicht verraten.

Maike Pollmann

© spektrumdirekt

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