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Pharmakologie: Falsch verschriebene Medikamente verursachen zahlreiche Opfer

Nach Schätzungen britischer Pharmakologen sterben in Großbritannien jährlich über 10 000 Menschen auf Grund falsch verschriebener Medikamente.

Die Wissenschaftler um Munir Pirmohamed von der Universität Liverpool hatten die Daten von 18 820 Patienten ausgewertet, die zwischen November 2001 und April 2002 in zwei Krankenhäusern von Merseyside lagen. Davon waren 1225 wegen falsch verschriebener Medikamente – hauptsächlich Aspirin und andere Schmerzmittel – eingeliefert worden; insgesamt 28 starben an Magenblutungen, Nierenversagen oder anderen durch die Arzneien ausgelösten Nebenwirkungen.

Hochgerechnet auf die jährlich 3,8 Millionen britischen Krankenhauspatienten ergäben sich damit 5700 Todesfälle. Da jedoch auch Patienten, die bereits im Krankenhaus liegen, mit falschen Medikamenten behandelt werden können, liegt die Zahl der Opfer vermutlich weitaus höher, spekulieren die Forscher.
03.07.2004

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 03.07.2004

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