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Marienkäfer: Je leuchtender, desto giftiger

Je auffälliger ein Marienkäfer gezeichnet ist, desto weniger ist er genießbar - auch Vögel wissen das.
Ein Haufen Marienkäfer

Je leuchtender die Farbe eines Marienkäfers, desto giftiger ist das Insekt für seine Fressfeinde. Das ist das Ergebnis einer Studie von Lina María Arenas von der University of Exeter und ihrem Team, bei der die Forscherin die Toxizität der Insektengifte in einem kontrollierten Test verglich. Es gibt viele verschiedene Arten von Marienkäfern neben den bekannten rot-schwarzen Exemplaren, und einige von ihnen sind auch unauffällig gefärbt. Bei den Vergleichsversuchen an fünf dieser Arten entdeckte die Forscherin nicht nur den Zusammenhang zwischen Farbe und Giftigkeit, sondern auch, dass Vögel das auch wissen – und entsprechend die buntesten Marienkäfer verschmähen.

Allerdings sehen die Käfer für Vögel meist anders aus als für uns, denn die können auch UV-Strahlung sehen – entsprechend verwendete Arenas eine UV-empfindliche Kamera und Computermodelle, um herauszufinden, welcher der Käfer für Vögel besonders auffällig ist. Anschließend konstruierte ihr Team auf Basis dieser Erkenntnisse Käferattrappen, um zu messen, wie oft Vögel die Tiere angreifen. Die Giftigkeit des Sekrets bestimmten sie anhand von Wasserflöhen. Die Tiere sind beliebte Indikatoren für die Wasserqualität und reagieren empfindlich auch auf das Marienkäfergift. Dass bunte Farben bei Insekten meist vor Giften oder anderen unangenehmen Überraschungen warnen, ist nicht neu – dass es einen Zusammenhang zwischen Leuchtkraft und Giftigkeit gibt, hatten Forscher jedoch bisher nur vermutet.

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