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Menschenevolution: Faszination für Technik ist angeboren

Von Geburt an Werkzeugbenutzer: Schon in frühester Kindheit spielen Schimpansen lieber mit Gegenständen als Bonobos.
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Was den Menschen zum Werkzeugbenutzer machte, ist wohl die zentrale Frage der menschlichen Evolution. Ein Forscherteam um Kathelijne Koops von der Universität Zürich ist jetzt der Antwort wieder einen kleinen Schritt näher gekommen. Bei Studien an unseren nächsten Verwandten Schimpanse (Pan troglodytes) und Bonobo (Pan paniscus) stellte die Arbeitsgruppe erhebliche Unterschiede fest: Demnach beschäftigen sich schon junge Schimpansen viel lieber mit Gegenständen, während junge Bonobos mehr Kontakt zu Artgenossen suchen. Die Ergebnisse zeigen nach Ansicht der Forscherin, dass Schimpansen von Geburt an weit mehr auf Gegenstände fixiert sind als Bonobos – was die Unterschiede im Werkzeuggebrauch generell erklären würde.

Koops' Team folgte Gruppen von Schimpansen und Bonobos über Monate hinweg durch ihre Territorien, um Daten über den Gebrauch von Gegenständen zu sammeln. Dabei analysierten sie auch den Kontext, zum Beispiel also, ob mehr potenzielle Werkzeuge oder spannende Gegenstände auch zu mehr Beschäftigung damit führten oder ob solches Verhalten mit einer bestimmten sozialen Situation zusammenhängt. Dabei zeigte sich nach Angaben von Koops sehr klar, dass die Unterschiede zwischen den beiden Schimpansenarten intrinsisch sind, wahrscheinlich angeboren. Das galt wohl auch schon für die frühen Menschenvorfahren – der Befund deutet darauf hin, dass es uns angeboren ist, Werkzeuge zu benutzen. Vermutlich können wir einfach nicht anders, als auf Smartphones herumzuspielen.

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