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Cassini: Faszinierendes Astrobild: Cassini fotografiert drei Sichelmonde

Der Anblick des Sichelmondes auf der Erde ist nichts Besonderes. Doch am Saturn kann man davon gleich drei oder mehr zur gleichen Zeit beobachten - zumindest als Raumsonde.
Zwei von drei Sichelmonden

Jede Nacht nimmt die Mondsichel zu, so dass wir im Himmel über Deutschland bald den Vollmond sehen, doch mehr als einen Trabanten besitzen wir ohnehin nicht. Auf Saturn sieht das dagegen anders aus: Den riesigen Gasplanet umrunden mindestens 62 Begleiter, darunter ein Gigant wie Titan. Und deshalb konnte die Cassini-Raumsonde während ihres Umlaufs um Saturn auch ein besonderes Schauspiel fotografieren: drei Sichelmonde auf einen Streich – Titan mit einem Durchmesser von mehr als 5000 Kilometern, den kleinen Mimas (Durchmesser 396 Kilometer) und Rhea (Durchmesser 1527 Kilometer).

Drei Sichelmonde | Die Raumsonde Cassini hat die drei Saturnmonde Titan, Mimas und Rhea in Sichelform fotografiert.

Beim genaueren Blick erkennt man sogar markante Besonderheiten der drei Himmelskörper. Titan im Zentrum beispielsweise wirkt etwas verschwommen, denn wir blicken vor allem auf seine dunstige und dichte Atmosphäre, die das Sonnenlicht streut und ablenkt, so dass sich Titans Sichel etwas weiter um den Mond erstreckt, als dies bei einem hüllenlosen Trabanten der Fall wäre. Rhea links oben hingegen wirkt rau, da die Oberfläche dieses Mondes sehr stark mit Kratern übersät ist. Mimas in der Mitte unten ist dagegen nur entfernt zu sehen – seine Oberfläche würde ebenfalls starke Unregelmäßigkeiten aufweisen: Zeugen der gewalttätigen Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte des Mondes.

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