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Plastische Chirurgie: Fettabsaugen nur bei Ernährungsumstellung auf Dauer erfolgreich

Ohne entsprechende Veränderung der Lebensgewohnheiten droht vielen Patienten nach einer Fettabsaugung eine erneute Zunahme der Kleidergröße, mahnt Rod Rohrich von der Universität von Texas und der amerikanischen Vereinigung plastischer Chirurgen angesichts der nahenden Feiertage. Wer nach einer solchen Schönheitsoperation seine Ernährung nicht umstellt, nimmt dreimal häufiger zu als Patienten, die anschließend eine angepasste Diät befolgen. Fehlt ausreichende körperliche Bewegung, vervierfacht sich das Risiko.

In einer Nachuntersuchung von über 200 Patienten stellte Rohrich fest, dass 43 Prozent nach einer Fettabsaugung zugenommen hatten, die meisten davon im ersten halben Jahr nach der Operation. Ein Viertel hatte hingegen ihr Gewicht reduziert, während bei den restlichen 32 Prozent die Waage konstant blieb.

Fettabsaugung gehört zu den häufigsten Schönheitsoperationen, ist jedoch auch mit zahlreichen gesundheitlichen Risiken und unerwünschten Spätschäden verbunden. Rohrich warnt daher vor unrealistischen Erwartungen. Er betont, dass die Methode höchstens als Unterstützung, nicht aber als einziges Mittel zum Gewichtsverlust angesehen werden sollte, da hierfür nur die üblichen Maßnahmen – gesunde Ernährung und sportliche Betätigung – geeignet sind.

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