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Ernährung: Fettes Essen gegen Darmentzündungen?

Fettreiche Kost gilt als ungesund, weil sie nicht nur dick macht, sondern auch durch Ablagerungen das Herz-Kreislauf-System schädigt. Doch in bestimmten Fällen können fettige Pommes Frites oder Cheeseburger durchaus der Gesundheit förderlich sein: Wie Forscher um Misha Luyer von der Universität Maastricht im Rahmen einer Studie jetzt herausgefunden haben, kann fettiges Essen insbesondere im Darm Entzündungen lindern, indem es die Produktion von Cholecystokinin im Dünndarm in Gang bringt.

Dieses Hormon fördert nicht nur Verdauung, Darmbewegung und Sättigungsgefühl, sondern verfügt offenbar auch über entzündungshemmende Eigenschaften, wie Versuche mit Ratten jetzt zeigten. Tiere, die nach einer fettreichen Diät einer normalerweise tödlichen Bakterieninfektion ausgesetzt wurden, überlebten, während der Versuch für ihre normal ernährten Artgenossen fatal verlief.

Cholecystokinin sendet Signale über den Vagusnerv ans Gehirn, der wiederum als Reaktion auf das Hormon im Darm Acetylcholin freisetzt. Dieser Neurotransmitter bindet sich an Immunzellen und schaltet diese ab. Die Forscher hoffen nun, dass sich diese Erkenntnisse über die posiitiven Effekte einer fettreichen Diät in neue Therapien umsetzen lassen – etwa zur Bekämpfung entzündlicher Komplikationen nach Operationen.

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