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Umweltgifte: Fische aus Lachsfarmen enthalten mehr Flammschutz-Umweltgifte

In Lachsfarmen gezüchtete Fische sind stärker mit gesundheitsschädlichen Flammschutzmittel-Rückständen belastet als wildlebende Lachse, entdeckten Chemiker der Indiana-Universität.

Zu dem Schluss kamen die Forscher bei Untersuchungen von 700 weltweit gesammelten Proben wild lebender sowie kommerziell gezüchteter Lachse auf polybromierte Diphenylether (PBDE). PBDE werden besonders in Flammschutzmitteln eingesetzt und stehen seit langem im Verdacht, negativen Einfluss auf Erbgut und Nervensystem zu nehmen.

Insgesamt sind europäische Lachsfarmen offenbar stärker von Verunreinigungen betroffen als nordamerikanische, so ein Ergebnis der Studie. Die weltweit höchsten Werte entdeckten die Wissenschaftler allerdings in einer wild lebenden kanadischen Lachssorte, dem Chinook-Lachs der Provinz British Columbia, der als typische Besonderheit größere Beutetiere auf einer vergleichsweise höheren Stufe der Nahrungskette erjagt. Offenbar führe dies zu einer stärkeren Aufnahme des Umweltgiftes, so die Forscher. Von PCBEs ist bekannt, dass sie sich in der Nahrungskette anreichern. Besonders hohe Mengen des Umweltgiftes waren schon in Delfinen, Robben und der Fettschicht von Pottwalen nachgewiesen worden.

Die Europäische Union verbot bereits die Verwendung bestimmter PCBE-Formen und diskutiert über eine Ausweitung dieser Regelungen. Ein ähnlicher Verzicht auf freiwilliger Basis ist von einigen führenden Herstellern in den USA angekündigt.

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