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Schlaue Tiere: Fische stoßen ins Jagdhorn

Fische sind gar nicht stumm: Im Bedarfsfall kommunizieren sie miteinander, um gemeinsame Ziele zu erreichen. Etwa um sich den Bauch vollzuschlagen.

Der Zebra-Zwergfeuerfisch (Dendrochirus zebra) verabredet sich mit Schwarmgenossen zur gemeinsamen Jagd auf noch kleinere Fische, berichtet Oona Lönnstedt nach Hunderten von Beobachtungsstunden vor ihrem Laboraquarium in der James Cook University. Die Absprache läuft dabei über Flossensignale: Jagdhungrige Feuerfische schwimmen zu einem Genossen und präsentieren einander ihre Brustflossen, bis nach einer gegenseitigen Bestätigung per Schwanzflossenwedeln dann die Hatz nach Beute beginnt.

Das Vorgehen erfolgt dabei gezielt und bedacht, wie Experimente zeigen: Einzelne Fische schwimmen angesichts einer Gruppe potenzieller Beutefische oft erst zu einem entfernten Artgenossen und holen ihn zur Jagd ab. Das zahlt sich aus, wie die Forscher errechneten, denn pro Kopf fängt jeder gemeinschaftlich jagende Feuerfisch doppelt so viel Beute wie ein Einzelgänger.

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