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News: Fortschritte bei Quantencomputern

Zwei bemerkenswerte wissenschaftliche Erfolge in der Theorie und bei der experimentellen Forschung zur Realisierung der Quantencomputer haben Physiker der Universität Innsbruck erzielt.
Erstmals habe ein Team von Wissenschaftlern des Institutes für Theoretische Physik der Universität Innsbruck unter Leitung von Professor Peter Zoller und Professor Ignacio Cirac theoretische Konzepte erarbeitet, wie ein solches Quantennetzwerk gebaut werden könnte, hieß es am Samstag in einer Aussendung der Naturwissenschaftlichen Fakultät. „Bei dem Konzept werden einzelne Atome als Quantenspeicher benutzt und mit Austausch von Lichtquanten zu einem Netzwerk von Quantencomputern zusammengeschlossen“.

Fortschritte machten auch Wissenschaftler des Institutes für Experimentalphysik unter Leitung von Professor Rainer Blatt. Den Forschern gelang es, Ketten von geladenen Calzium-Atomen zu erzeugen und zu stabilisieren. Mit Hilfe derartiger Atom-Ketten, deren einzelne Mitglieder nur etwa ein Hunderstel Millimeter Abstand haben, könnten Arbeitsspeicher für Quantencomputer realisiert werden. Diese Arbeitsspeicher sind Voraussetzung für die Informationsverarbeitung.

Anders als bei „klassischen“ Computern erfolge bei einem Quantencomputer die Informationsverarbeitung ohne einen „Schaltvorgang“. Die einzelnen geladenen Atome der Ketten könnten wie die Spuren einer CD gezielt angesprochen (adressiert) werden. Die Erzeugung der Atom-Ketten sowie die „Adressierung“ der Atome erfolge mit einer Technologie, die auf Lasern beruht, hieß es in der Mitteilung.

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