Fotowettbewerb: Das sind die Gewinner des »Scientist at Work«-Wettbewerbs

Über den Olivenhainen Südspaniens glitt dieser ungewöhnliche Vogelschwarm über den Himmel: per Hand aufgezogene Waldrappe (Geronticus eremita), die von ihrer Ziehmutter Helena Wehner im Ultraleichtflugzeug ins Winterquartier gelotst werden. Das Foto schoss der Biologiestudent Gunnar Hartmann von der Uni Konstanz, der sich als Freiwilliger dem österreichischen Waldrappteam anschloss. Die Reise, die er 2024 mit den Vögeln und dem Team unternahm, dauerte 50 Tage. Dabei wurden 2800 Kilometer zurückgelegt.
… wo Algenblüten blüh’n. Auf dem kanadischen Dog Lake in Ontario ist ein Wissenschaftlerteam zwei giftigen und leider auch anrüchigen Algenarten auf der Spur: Im Boot nahm Kelly Estrada Piedrahita Wasserproben, um im Labor anschließend die darin enthaltene DNA zu analysieren. Aus der Luft beobachtete – und fotografierte – Haolun »Allen« Tian von der Queen’s University in Kingston die Prozedur. Dabei schoss er das nun prämierte Foto.
Eine Zuckerlösung mit dem Medikament Nitinison und einem Markerfarbstoff wurde einer Stechmücke zum Verhängnis. Unter UV-Licht mikroskopiert die Entomologin Lee Hainses von der University of Notre Dame in Indiana nun das Opfer dieses Tests, der die Wirksamkeit des Wirkstoffs gegen die Blutsauger zeigen soll. Das UV-Licht taucht die Szene, den Moskito und die Kondensationströpfchen in der Petrischale in ein reizvolles Farbspiel, das Shayanta Chowdhury zur Kamera greifen ließ. Als Chemiker habe er mit biologischen Proben nichts zu tun, »aber ich bin immer fasziniert von ihrer Schönheit unter dem Mikroskop«, erklärt er.
Walhaie können zu wahren Giganten heranwachsen, doch der Meeresbiologe Michael Doane, der sich dem Riesen hier schnorchelnd nähert, hat es auf allerkleinste Lebewesen abgesehen: Einzeller auf der Haut des Hais. Den neugierigen Silberspitzenhai, der sich im Hintergrund heranschleicht, habe sein Kollege wohl noch gar nicht bemerkt, erklärt der Fotograf der Szene, Rob Harcourt, Meeresökologe von der Macquarie University in Sydney. Wie hier am westaustralischen Ningaloo-Riff finde man sich im Ozean eben immer in einer vielfach vernetzten Gemeinschaft wieder.
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