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Fehlsichtigkeit: Frühchen brauchen später öfter eine Brille

Brille oder nicht, das ist offenbar auch eine Frage des Geburtstermins. Schwedische Forscher haben jetzt herausgefunden, dass Kinder, die zu früh auf die Welt kommen, mit größerer Wahrscheinlichkeit im Alter von zehn Jahren unter Fehlsichtigkeit leiden als Altersgenossen, die zum normalen Zeitpunkt geboren wurden.

In ihrer Studie untersuchten Eva Larsson und ihre Kollegen von der Uppsala-Universitätsklinik das Sehvermögen von Kindern, die zwischen 1988 und 1990 in Stockholm geboren wurden. Unter ihnen befanden sich 216 Frühgeborene, von denen 131 zum Zeitpunkt der Geburt gesunde Augen hatten. Die restlichen wiesen bereits leichte bis schwere Veränderungen der Retina auf, wobei 25 von ihnen mit Kryotherapie behandelt wurden.

Wie sich jetzt zeigte, sehen auffallend viele dieser Kinder durchweg schlechter als gewöhnliche Zehnjährige – dies gilt für den Nah- wie auch den Fernbereich. 5,3 Prozent von ihnen hatten optische Werte unter 0,33 pro Auge – ein Wert von 1,0 bedeutet auf dieser Sehschärfen-Skala Normalsichtigkeit, unterhalb von etwa 0,5 fällt eine Person etwa bei der Führerschein-Sichtprüfung durch. Das höchste Risiko einer Fehlsichtigkeit tragen die Kinder, die mit der Kältetherapie behandelt worden sind, berichten die Forscher.

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