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Notfallmedizin: Frühe Statinbehandlung verbessert Überlebenschancen nach Herzinfarkt

Die Langzeitbehandlung mit Statinen erhöht bekanntermaßen nach einem Herzinfarkt die Überlebenschancen. Einer neuen Studie zufolge sollten sie jedoch so früh wie möglich verabreicht werden: Bei Patienten, die innerhalb der ersten 24 Stunden nach einem Herzanfall mit Statinen behandelt wurden, reduzierte sich die Anzahl der Todesfälle um die Hälfte. Dies berichten Forscher von der Universität von Kalifornien in Los Angeles nach der größten klinischen Studie, die zu diesem Thema durchgeführt wurde.

Als Grundlage verwendete das Team um Gregg Fonarow die Daten von rund 170 000 Patienten aus einem nationalen Herzinfarktregister. Dabei stellten sie fest, dass Infarktpatienten, die innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Einlieferung in die Klinik die Lipidsenker erhalten hatten, ein um 54 Prozent geringeres Risiko hatten, an den Folgen des Herzinfarktes zu sterben als Patienten, die keine Statine erhalten hatten. Auch zeigte sich, dass ein früher Einsatz des Mittels vor einer Reihe von Komplikationen wie Herzstillstand oder Kammerflattern und -flimmern schützt.

Statine erhöhen den Stickoxidgehalt im Herz- und Gefäßkreislauf. Stickoxid kann durch seine entzündungshemmende Wirkung den durch den Infarkt erlittenen Schaden an den Zellen reduzieren, so Fonarow. Wenn weitere klinische Versuche den positiven Effekt eines frühen Statin-Einsatz bestätigen, könnte diese Therapie nach Herzinfarkten Standard werden.

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