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News: Früher Auftritt

Je weiter zurück man in die Vergangenheit geht, desto schwieriger ist es, die Evolution des Lebens auf unserer Erde zu verfolgen. Wann entstand das erste Lebewesen? Wann schlossen sich die ersten Zellen zusammen? Und wann eroberten die Pflanzen das Land? Auf die letzte Frage zumindest gibt es nun eine Antwort: Früher als erwartet, nämlich schon im Kambrium, entdeckten die Vorfahren der Landpflanzen offensichtlich den neuen Lebensraum. Denn Wissenschaftler haben in 500 Millionen Jahre alten Gesteinen fossile Sporen entdeckt.
Das Leben auf unserem Planeten ist schon sehr alt. Wann und wo sein Ursprung liegt, können Wissenschaftler nur vermuten. So richtig los ging es dann aber erst im Kambrium, das vor etwa 570 Millionen Jahren begann. Innerhalb – erdgeschichtlich gesehen – kurzer Zeit entstanden die wichtigsten Abstammungslinien, die letztendlich zu den heute lebenden Organismen führten.

Und offensichtlich betraten auch die ersten Landpflanzen schon damals die Bühne der Evolution. In etwa 500 Millionen Jahre alten Gesteinen des Grand Canyon und aus Tennessee entdeckten Paul Strother und seine Mitarbeiter vom Weston Observatory des Boston College fossile Sporen, die in Grüppchen zu zweit oder viert zusammenhingen – ein seltenes Merkmal, das auch in primitiven modernen Pflanzen wie zum Beispiel Lebermoosen auftritt (New Scientist vom 18. März 2000).

Die bisher ältesten Nachweise fossiler Landpflanzen stammten aus dem Ordovizium von vor 470 Millionen Jahren. Den Sprung an Land wagten gemäß Ergebnissen aus genetischen Untersuchungen Grünalgen, die zunächst an feuchten Stellen ihr Dasein fristeten. Die neuen Fossilien haben andere Paläobotaniker natürlich begeistert. Aber einiges bleibt noch zu klären, wie Patricia Gensel von der University of North Carolina in Chapel Hill bemerkt: "Die große Frage ist, was sie sind."

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