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Bodenökologie: Fullerene: Doch keine Gefahr für Böden?

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Fullerene scheinen das ökologische Gleichgewicht im Boden nicht zu schädigen, ergibt eine Untersuchung von Ron Turco und seinen Kollegen von der Purdue-Universität in West Lafayette. Damit widersprechen sie Forschungsergebnissen, nach denen die Teilchen für Mikrorganismen toxisch seien.

Sechs Monate nach der kontrollierten Kontaminierung natürlicher Bodenproben mit Fullerenen konnten die Forscher gegenüber einem Kontrollexperiment keinerlei negative Auswirkung auf die Mikroflora nachweisen. Weder die Konzentration von bis zu einem Milligramm Nanopartikel pro Gramm Boden, noch die Art der Beigabe als Granulat oder Lösung hatten einen Einfluss auf die Vitalität der Bakterienpopulation.

Das Ergebnis überraschte die Wissenschaftler, denn in früheren Experimenten hatten die Nanopartikel Mikroorganismen teilweise schwer geschädigt. Die alten Ergebnisse entstammten allerdings der Petrischale, nicht Versuchen unter natürlichen Bedingungen, so die Forscher. Trotz ihrer "Freude und Überraschung" geben sie zu bedenken, dass das Ergebnis für diese spezielle Sorte von Nanopartikeln nicht direkt auf andere künstlich fabrizierte Teilchen zu übertragen sei.

Nanopartikel erfreuen sich immer größerer Beliebtheit: Das Einsatzgebiet reicht von Sonnencreme über Autokatalysatoren und Mikroelektronik bis hin zu so genanntem Nano-Food, das allerdings in Deutschland noch nicht auf dem Markt ist. Sollten die verwendeten Partikel für Bakterien schädlich sein, hätte dies schwerwiegende Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem Boden.

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Buckyball | Fullerene stellen neben Graphit und Diamant eine dritte Erscheinungsform elementaren Kohlenstoffs dar.
Fullerene oder Buckyballs gehören zu den bekanntesten Nanoteilchen. Sie bestehen aus sechzig Kohlenstoff-Atomen, die sich zu einer kugelförmigen, an einen Fußball erinnernden Struktur zusammensetzen. Ihren Namen tragen sie nach Richard Buckminster Fuller, einem Architekten, der nach demselben Konstruktionsprinzip bekannte Kuppeln wie die Biosphere, den Expo-Pavillion der USA 1967, gebaut hat. Die Fußballmoleküle wurden 1985 entdeckt und kommen vereinzelt auch in der Natur vor. So hat man sie beispielsweise im Ruß von Kerzen und in einem 1969 in Mexiko eingeschlagenen Meteoriten nachgewiesen. (jpb)

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