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Stammzellenforschung: Funktionsfähige Herzmuskelzellen aus Embryo-Stammzellen entwickelt

Ein Wissenschaftlerteam um den Kölner Stammzellforscher Jürgen Hescheler hat nach eigenen Angaben weltweit erstmals die volle Funktionsfähigkeit von Herzmuskelzellen nachgewiesen, die aus menschlichen embryonalen Stammzellen entwickelt wurden. Dies sei eine wichtige Voraussetzung dafür, die gewonnenen Herzmuskelzellen in geschädigtes Herzgewebe – nach einem Infarkt – einzubauen und damit die Herzfunktion zu verbessern. Damit sei ein wichtiger Schritt in Richtung einer Therapie gelungen.

Hescheler hatte am 27. Januar 2003 die offizielle Genehmigung vom Robert-Koch-Institut in Berlin erhalten, humane embryonale Stammzellen für seine Forschung zu importieren. Bereits vor 15 Jahren hatte der Wissenschaftler begonnen, funktionelle Messungen an Herzmuskelzellen durchzuführen, die sich aus embryonalen Stammzellen der Maus entwickelten hatten.

Nun konnte Hescheler zusammen mit Michael Reppel und Cornelia Boettinger zeigen, dass mittels spezifischer Zellkulturprotokolle auch humane embryonale Stammzellen in Herzmuskelzellen entwickelt werden können. Mittels eines speziellen Messsystems, den Mikroelektroden-Arrays, ließ sich die elektrische Aktivität dieser frühen humanen Herzmuskelzellen messen. Die Forscher konnten nachweisen, dass sowohl die elektrische Grundaktivität als auch die hormonelle Regulation der Herzmuskelzellen intakt war.

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