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Planeten: Gasriesen müssen sich schnell entwickeln

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Sonnenähnliche Sterne im fünf Millionen Jahre alten Sternhaufen NGC 2362 haben bereits ihre protoplanetare Scheibe verloren. Forscher um Thayne Currie vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics schließen daraus, dass sich Gasriesen wie Jupiter in weniger als fünf Millionen Jahren bilden.

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NGC 2362 | In dem jungen Sternhaufen NGC 2362 suchten Astronomen nach Sonnen, die eine protoplanetare Scheibe um sich tragen.
Sie suchten mit Hilfe des Weltraumteleskops Spitzer nach Gas- und Staubscheiben um die jungen Sterne. Solche ab rund einer Sonnenmasse wiesen demnach kein Planetenbaumaterial mehr um sich auf. Nur bei wenigen masseärmeren Exemplaren fanden Currie und sein Team noch eine protoplanetare Scheibe vor. Jupiterähnliche Trabanten, die Astronomen bereits zu Hunderten um ferne Sonnen aufgespürt haben, müssen also extrem schnell entstanden sein. Frühere Studien hatten noch berichtet, dass die protoplanetare Scheibe erst innerhalb von zehn Millionen Jahren verschwindet.

Einige Sterne in NGC 2362 scheinen allerdings noch einen Gürtel aus Gesteinsbrocken zu besitzen, in dem sich womöglich noch kleinere, felsige Himmelskörper wie Erde, Mars oder Pluto bilden. Auch Jupiter muss den jetzigen Ergebnissen zufolge schnell angewachsen sein, denn das Planetenbaumaterial um unsere junge Sonne war vermutlich ebenfalls nach nur ein paar Millionen Jahren verschwunden. Die Erde benötigte hingegen 20 bis 30 Millionen Jahre zu ihrer Entstehung. (mp)
2. Woche 2009

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 2. Woche 2009

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