Direkt zum Inhalt

News: Gefahr durch Gentherapie mit Adeno-assoziierten Viren

Bei einer Gentherapie mit Adeno-assozierten Viren (AA-Viren) kann das Erbgut der behandelten Zellen unter Umständen irreversibel geschädigt werden. Denn AA-Viren transportieren die Fremdgene nicht nur in die Zelle, sondern bauen sie in seltenen Fällen auch in deren DNA ein. Und dabei treffen sie in 72 Prozent der Fälle codierende Sequenzen, also Gene der Zelle, berichten Wissenschaftler um Hiroyuki Nakai von der Stanford University in Kalifornien. Durch die Unterbrechung kann ein solches Gen zerstört werden, mit fatalen Folgen für den betroffenen Organismus. Normalerweise werden die durch AA-Viren eingebrachten Gene in der Zielzelle abgelesen, ohne dass das Genom der Zelle verändert wird.

AA-Viren gehören zu den DNA-Viren und werden häufig als Überträger therapeutischer Gene genutzt. Berichte über Erkrankungen bei Mäusen und Menschen nach Virus-basierten Gentherapien hatten bereits im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt.

Lesermeinung

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

  • Quellen
Nature Genetics 10.1038/ng1179 (2003)

Partnerinhalte