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Reproduktionsmedizin: Geklonte Affen

Amerikanischen Wissenschaftlern ist es gelungen, Affenembryonen zu klonen. Allerdings überlebte keiner der Klone länger als einen Monat nach der Übertragung auf Affenweibchen.

Wie Gerald Schatten von der Universität Pittsburgh auf dem Jahrestreffen der Amerikanischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin berichtete, hatten die Forscher 135 geklonte Affenembryonen hergestellt. Dabei verwendeten sie die Methode der südkoreanischen Wissenschaftler um Woo Suk Hwang, die im Februar dieses Jahres von einer erfolgreichen Klonierung menschlicher Embryonen berichtet hatten.

Im Gegensatz zu den südkoreanischen Forschern, die ihr Experiment auf diesem Stadium stoppten, übertrugen die Wissenschaftler um Schatten die geklonten Affenembryonen auf insgesamt 25 Weibchen. Einige Tiere wurden zwar trächtig, aber nach spätestens einem Monat waren alle Klone abgestorben.

Schatten hatte im April 2003 über grundsätzliche Probleme beim Klonen von Primaten – wozu auch der Mensch gehört – berichtet, da es zu Störungen bei der Zellteilung kommt. Warum die südkoreanische Methode wider Erwarten doch funktioniert, sei rätselhaft.

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