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Stammzellforschung: Geklonte embryonale Stammzellen verhalten sich normal

Embryonale Stammzellen, die aus einem geklonten Maus-Embryo gewonnen sind, unterscheiden sich nicht von Stammzellen aus einer normal befruchteten Eizelle. Wie Wissenschaftler in den USA demonstieren konnten, läuft unabhängig von der Herstellung in beiden Zelllinien das gleiche genetische Programm ab.

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Therapeutisches Klonen | Schema für das therapeutische Klonen beim Menschen: Aus der Spender-Eizelle wird der Zellkern entfernt und der Kern einer Körperzelle des Patienten eingesetzt. Die Eizelle entwickelt sich zu einer Blastozyste, aus der embryonale Stammzellen gewonnen werden können. Die Stammzellen reifen zu unterschiedlichen Zelltypen heran, die dem Patienten als genetisch identisches Gewebe wieder eingepflanzt werden können.
Bei der Klonierung wird der Zellkern einer Eizelle entfernt und durch den Kern einer Körperzelle ersetzt. Die Eizelle kann sich dann zum Embryo weiterentwickeln. Hierzu jedoch muss das genetische Programm der Körperzelle in den Embryonalzustand zurückversetzt werden, wobei offenbar immer wieder Fehler auftreten. Die meisten so erzeugten Embryonen sterben daher ab, und geklonte Tiere leiden häufig unter Missbildungen.

Wissenschaftler haben daher befürchtet, dass auch Stammzellen, die aus einem geklonten Embryo gewonnen werden, fehlerhaft sind. Doch Tobias Brambrink und seine Kollegen von der Arbeitsgruppe von Rudolf Jaenisch vom Whitehead-Institut in Cambridge konnten jetzt zeigen, dass das nicht der Fall ist.

Die Forscher hatten embryonale Stammzellen aus fünf geklonten Mäuse-Embryonen sowie aus fünf normal befruchteten Eizellen gewonnen und deren genetische Aktivität gemessen. Dabei zeigten sich keine Unterschiede: In beiden Zelllinien waren genau die gleichen Gene an- oder abgeschaltet.

Demnach könnten embryonale Stammzellen, die durch das so genannte therapeutische Klonen gewonnen worden sind, beim Menschen eingesetzt werden, argumentieren die Forscher. In embryonale Stammzellen werden große Hoffnungen gesetzt, da sie durch Krankheit zerstörtes Gewebe ersetzen könnten. Ihre Gewinnung aus menschlichen Embryonen ist jedoch ethisch höchst umstritten.

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