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Fortpflanzungsbiologie: Gen der inneren Uhr entscheidend für Zyklus und Schwangerschaft

Das Clock-Gen, ein grundlegender Bestandteil der inneren Uhr, ist bei Rattenweibchen essenziell für einen normalen Zyklus und eine erfolgreiche Schwangerschaft. Ist die Erbanlage mutiert, verliert der Zyklus seine Regelmäßigkeit. Außerdem setzen selbst bei voll entwickelten Föten keine Wehen ein, weshalb die Jungen nicht zur Welt kommen, sondern wieder resorbiert werden.

Die Forscher um Brooke Miller von der Northwestern University verfolgten die Hormonentwicklung der Rattenweibchen und stellten dabei verschiedene Veränderungen fest. So fehlte den Tieren unter anderem der typische plötzliche Schub luteinisierenden Hormons (LH) vor dem Eisprung, und sie zeigten in der mittleren Schwangerschaftsphase einen sehr niedrigen Progesterongehalt, was für den hohen Anteil an missglückten Schwangerschaften verantwortlich sein könnte.

Die Wissenschaftler vermuten, dass durch den Ausfall des Clock-Gens kein zeitabhängiges Signal an die Nervenzellen des Hypothalamus gehen, welche für die Ausschüttung des Gonadotropin-Freisetzungshormons verantwortlich sind. Dieses Hormon sorgt unter anderem in der Hypophyse für die Freisetzung von LH.

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