Direkt zum Inhalt

News: Gen für Magersucht entdeckt

Menschen, die an Magersucht leiden, bekommen von ihren Eltern häufiger eine bestimmte Variante eines Gens vererbt, dessen Produkt beim Empfinden von Angst und Stress eine wichtige Rolle spielt: Das davon codierte Protein NET ist dafür verantwortlich, den Botenstoff Norepinephrin nach der Freisetzung wieder in die Nervenzellen aufzunehmen. Magersucht-Patienten, die meist Stress- und Angstgefühle sehr viel intensiver erlieben als Gesunde, wiesen vorwiegend eine längere Version des Gens auf.

Die Wissenschaftler des Children's Hospital at Westmead in Australien hoffen nun, mithilfe der Ergebnisse anfällige Kinder früher entdecken und in Zweifelsfällen verbesserte Diagnosen stellen zu können. Womöglich eröffnen sich damit auch neue Behandlungsmöglichkeiten. Magersucht (Anorexia nervosa) endet bei bis zu zwölf Prozent der Betroffenen – überwiegend Mädchen und junge Frauen – tödlich.

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

  • Quellen
Molecular Psychiatry 7(6): 652–657 (2002)

Partnerinhalte