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Übergewicht: Gendefekt macht hungrig

Bei etwa sechs Prozent aller krankhaft übergewichtigen Menschen liegt ein Gendefekt vor, der ihnen das ständige Gefühl gähnender Leere im Magen vermittelt. Es handelt sich dabei um Mutationen des Melanocortin-4-Rezeptors, der in Gehirnzellen zu finden ist und eine Rolle bei der Regulierung des Hungers spielt.

Forscher um Zhimin Xiang von der Universität Florida haben jetzt neue Erkentnisse über diese Störung des Sättigungssignalpfades gewonnen. Beim Vergleich von vierzig Mutationen des Rezeptor-Gens konnten sie elf herausfiltern, die die seine Funktion beeinträchtigen und ihn dazu bringen, Signale der Moleküle zu verpassen, die das Sättigungsgefühl auslösen. Nächstes Ziel der Forscher ist es, die molekularen Grundlagen dieser Störung tiefer zu erkunden und auf dieser Basis neue Medikamente gegen Adipositas zu entwickeln. Sie haben bereits ein Molekül gefunden, das anscheinend die Fähigkeit besitzt, eine der Genmutationen zu korrigieren und damit das Essverhalten zu normalisieren.
03.08.2006

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 03.08.2006

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