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Ernährung: Gene entscheiden über Cholesterinwerte

Ob die Cholesterinwerte im Blut hoch oder niedrig sind ist mehr eine Frage der Gene als des Lebensstils. Dies berichten amerikanische Forscher des Staatlichen Lawrence-Berkeley-Laboratory nach Studien mit männlichen eineiigen Zwillingspaaren.

Für die Studie ausgewählt wurden nur Geschwister mit äußerst unterschiedlichem Lebensstil: Einer der Brüder musste exzessiver Sportler sein, der andere eher das bequeme Gegenteil. Dann sollte über einen Zeitraum von sechs Wochen einer der beiden jede Menge Eier, Chips und andere hochfettige Lebensmittel konsumieren, während der andere eine fettarme Kost genießen durfte. Anschließend wechselten die zwei ihre Rollen für weitere sechs Wochen. Vor und nach dem Wechsel wurden die LDL-Werte im Blut gemessen.

Wie sich heraus stellte, schlug sich nicht bei allen Testpersonen die fettreiche Kost auf den Cholesterinspiegel nieder. Manche zeigten sich weitaus unempfindlicher als andere. Zudem wurde deutlich, dass die Reaktion auf erhöhte Cholesterinzufuhr genetisch determiniert sein muss und nicht in Zusammenhang mit einer sportlichen oder unsportlichen Lebensweise steht: Vertrug der eine Zwilling Fett ohne Veränderung seines Cholesterinspiegels, so beobachteten die Forscher dies auch bei seinem Bruder. Stiegen hingegen die LDL-Werte ernährungsbedingt, so geschah dies bei beiden Zwillingen. Jetzt interessieren sich die Forscher dafür, welche Gene dabei eine Rolle spielen.

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