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Menschheitsgeschichte: Genetische Vielfalt des Menschen hängt von geografischer Lage ab

Allein auf Grund ihrer geografischen Lage lässt sich die genetische Vielfalt einzelner Bevölkerungsgruppen vorhersagen: Je weiter sie von Ostafrika entfernt leben, desto niedriger ist ihre genetische Variabilität, haben Franck Prugnolle, Andrea Manica und Francois Balloux von der Universität Cambridge herausgefunden. Damit bestätigt sich erneut die Annahme, nach der Äthiopien als Wiege der Menschheit gilt.

Die Forscher hatten die genetischen Daten von 51 weltweit verteilten Bevölkerungsgruppen mit ihrer geografischen Entfernung von Ostafrika entlang wahrscheinlicher Kolonisationswege verglichen. Dabei stellten sie fest, dass die genetische Vielfalt mit zunehmender Entfernung von Äthiopien gleichmässig abnimmt.

Nach dem Recent-African-Origin-Modell – auch als Out-of-Africa-Theorie bekannt – stammen die Urahnen aller heutigen Menschen aus Ostafrika, wo auch die ältesten Überbleibsel menschlichen Daseins gefunden wurden. Vor ungefähr 100 000 Jahren sollen einige Individuen den afrikanischen Kontinent verlassen und anschließend nach und nach die ganze Welt bevölkert haben. Dabei haben sie bis dahin bestehende menschliche Spezies verdrängt, wie den Neandertaler in Europa oder den Homo erectus in Asien.

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