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News: Genhaltiger Schwamm für Beinbrüche?

Wissenschaftler haben ein schwammartiges Gewebe produziert, das gebrochene Knochen innerhalb kurzer Zeit wiederherstellt. Es zeichnet sich dadurch aus, daß der Struktur des Materials ein Wachstumsgen beigefügt ist. Die Masse kann somit bei Organ- und Knochenrekonstruktionen eingesetzt werden.
Das berichten Jeffrey Bonadio und seine Kollegen von der kalifornischen Biotechnologie-Firma SelectiveGenetics in der Juliausgabe 1999 von Nature Medicine.

Die Forscher benutzten für den Gentransfer ein eigens dazu entwickeltes Plasmid. Dieses enthält das Gen für die Ausbildung des parathyroiden Hormons, einem wichtigen Wachstumsfaktor des Körpers. Die genbeladenen Plasmid-Teilchen bauten die Wissenschaftler in Rinderkollagen ein. Den auf diese Weise präparierten "Gewebeschwamm" setzten sie schließlich in gebrochene Schienbeine und in gebrochene Oberschenkelknochen von Hunden ein. Innerhalb von sechs Wochen beobachteten die Forscher eine deutliche Neubildung an Knochenmaterial.

Knochenbrüche bei Menschen verursachen allein in den USA über neun Milliarden US-Dollar an volkswirtschaftlichem Schaden. Die jetzt bei Hunden funktionierende Methode könnte nach Ansicht der Autoren einen Weg für die Behandlung älterer Patienten eröffnen.

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