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Krebsforschung: Genkarte von Brust- und Darmkrebs

In umfangreicher Detektivarbeit, bei der sie rund 465 Millionen Nukleotide durchkämmt hatten, konnten US-Forscher einen Entwurf des genetischen Kodes von Brust- und Darmkrebs vervollständigen. Mit rund 200 mutierten Genen ist die Anzahl der Verdächtigen dabei größer als angenommen. Gerechnet habe man eher mit einer Handvoll veränderter Gene, so Studienleiter Victor Velculescu vom Sidney-Kimmel-Krebszentrum Johns-Hopkins-Universität in Baltimore über das Resultat der Computer gestützten Fleißarbeit.

Auch sei von den meisten von ihnen bislang keine Verbindung zum Entstehen, Wachstum oder Ausbreitung dieser Krebsarten bekannt gewesen. Velculescu und sein Team hatten ihre Arbeit mit elf Mustern von Brust- und Darmkrebs begonnen, die Patienten nach einer Operation entnommen worden waren. Auf der Suche nach veränderten Nukleotiden verglichen die Forscher den genetischen Kode dieses Materials mit Proben gesunder Zellen. Mithilfe von Daten aus dem Human-Genom-Projekt identifizierten sie zunächst die Sequenzen von 13 000 Genen.

Dann untersuchten sie in jedem Tumor von jedem dieser 13 000 Gene den DNA-Kode. Am Schluss blieben 189 Gene als Verdächtige übrig, die sich vom normalen Kode in entscheidender Weise unterschieden. Auch entdeckten sie dabei eine weitere Eigenart dieser Krebsformen: ihre Einzigartigkeit. Jeder Krebs habe seine individuelle Blaupause und diese gleiche niemals der eines anderen Patienten.

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