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Autoimmunerkrankungen: Genmutation kann Typ-1-Diabetes auslösen

Ein Gen, dessen Produkt eine wichtige Rolle in der Steuerung der Immunabwehr spielt, weist bei Diabetes-Typ-1-Patienten besonders häufig eine natürliche Mutation auf. Durch diese Veränderung verstärkt sich die Immunantwort auf äußerliche Einflüsse und dirigiert die Immunzellen gegen körpereigenes Gewebe. Davon betroffen sind auch die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse, deren Zerstörung zur Entstehung der Krankheit führt.

Wie die Forscher um Dehuang Guo vom Medical College of Georgia herausfanden, kontrolliert das Produkt des aufgespürten Gens SUMO-4 die Aktivität von NF-kappa-B, das seinerseits die Aktivität von Zytokinen kontrolliert. Zytokine sind für die Stärke und die Dauer einer Immunantwort mitverantwortlich. Ist das Gen allerdings mutiert, bringt es bei einer bakteriellen oder viralen Infektion das fein austarierte Gleichgewicht des Immunsystems durcheinander und kann eine Autoimmunreaktion auslösen, bei der körpereigene Zellen angegriffen werden.

Die Wissenschaftler hatten über Jahre hinweg analysiert, welche Gene in etwa 1000 Familien mit Diabetes weltweit von den Eltern an ihre Kinder weitergegeben werden und welcher Zusammenhang gegebenfalls mit einem Auftreten von Diabetes besteht. Inzwischen versuchen die Forscher auch herauszufinden, ob die Mutation mit weiteren Autoimmunerkrankungen verknüpft ist.

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