Direkt zum Inhalt

Botanik: Gentrio regelt Dichte der Spaltöffnungen von Pflanzen

Ein Forscherteam um Elena Shpak von der Universität von Washington hat drei Gene gefunden, mit denen Pflanzen die Dichte der Spaltöffnungen auf ihren Oberflächen regeln. Überraschenderweise handelt es sich um dasselbe Gentrio, das auch das Höhenwachstum der Pflanze bestimmt.

Bei Gewächsen aller Art erfolgt der Gasaustausch über winzige Öffnungen, die sich an allen oberirdischen Teilen befinden. Die Anzahl dieser so genannten Stomata, die sich je nach Feuchtigkeitslage öffnen und schließen können, ist allerdings begrenzt. Zu viele dieser Poren würden nach kurzer Zeit zur Austrocknung führen.

Schon lange vermuteten Forscher, dass ein Protein namens "Too many mouths" in die Dichte der Stomata eingreift und suchten nach dem dazugehörigen Gen. Wie Shpak und ihre Kollegen jetzt an Studien mit der Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana) herausgefunden haben, ist jedoch dabei nicht nur ein Gen beteiligt, sondern gleich drei.

Die Doppelbelegung der Signalbahn sei sehr überraschend, aber durchaus nachvollziehbar, kommentieren die Forscher ihre Beobachtung. Denn Wuchshöhe und Stomata-Muster seien beides Schlüsselfunktionen, die es der Pflanze ermöglichen, selbst in sehr trockenen Regionen zu überleben. Bei ihren Studien hatten sie Pflanzen verwendet, bei denen diese drei Gene ausgeschaltet waren. Heraus kamen dabei nicht nur Pflanzen, die deutlich kleiner waren als ihre natürlichen Verwandten, ihre Blätter waren zudem mit Stomata übersät.

Lesermeinung

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

Partnerinhalte