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Gestrandeter Buckelwal: Rettungsversuch mit Bagger hat begonnen

Schon seit Montag liegt ein Buckelwal vor Timmendorfer Strand. Alle bisherigen Rettungsversuche sind gescheitert. Nun soll am Morgen großes Gerät helfen.
Eine Person in einem Tarnanzug steht im Wasser, umgeben von einer ruhigen Meeresoberfläche. Im Vordergrund ist ein großer, dunkler Felsen oder ein Meereslebewesen teilweise sichtbar. Die Person trägt eine Taucherbrille und einen Schnorchel. Die Szene vermittelt ein Gefühl von Ruhe und Erkundung in einer natürlichen Umgebung.
Robert Marc Lehmann, Biologe, untersucht einen gestrandeten Wal in der Ostsee.

Dieser Inhalt wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von Spektrum.de nicht redaktionell bearbeitet.

Experten versuchen erneut, den vor Timmendorfer Strand festsitzenden Buckelwal freizubekommen. So haben zwei Bagger in einiger Entfernung von dem auf einer Sandbank festsitzenden Tier damit begonnen, eine Rinne zu graben. Ein dritter Bagger steht laut einem dpa-Reporter vor Ort noch zur Unterstützung am Strand bereit.

Ziel ist es, sich langsam an den 12 bis 15 Meter großen Meeressäuger heranzuarbeiten, auch damit dieser sich an die Geräusche gewöhnen kann, sagte der Bürgermeister von Timmendorfer Strand, Sven Partheil-Böhnke. Bei den Arbeiten sei höchste Konzentration gefragt. Man müsse sich bis auf einen Zentimeter an den Kopf des Tieres heranarbeiten, erklärte der Bürgermeister. Dies sei auch für den Buckelwal nicht ganz ungefährlich.

Baggerfahrer Tim Löhndorf von der Firma Ökologischer Gewässerdienst Wandhoff hatte der dpa am Mittwoch gesagt, dass mit insgesamt zwei Baggern eine 50 Meter lange, sechs Meter breite und 1,20 Meter tiefe Rinne vor dem Kopf des Wals gegraben werden soll. Besonders herausfordernd seien bei der Rettungsaktion Wind und Strömung. 

Biologe begutachtete gestrandeten Buckelwal

Zuvor näherte sich der Biologe Robert Marc Lehmann dem Tier, um dessen Gesundheitszustand zu untersuchen. Der Wal, so berichtet ein dpa-Reporter vor Ort, reagierte mit heftigen Bewegungen und lautem Schnauben, als sich der Biologe Robert Marc Lehmann näherte. Der 12 bis 15 Meter lange Meeressäuger stecke im flachen Wasser fest – so flach, dass der Taucher dort stehen kann.

Nach Einschätzung von Experten des Deutschen Meeresmuseums vom Dienstag sind die Überlebenschancen gering: »Der Gesundheitszustand des Wals ist besorgniserregend, sowohl seine Haut als auch den Allgemeinzustand betreffend.« 

Die Haut macht auch den Experten des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) vor Ort Sorgen. Allerdings sehe der Wal äußerlich noch gut ernährt aus. Wie es im Inneren des Tieres aussieht, könne man nicht sagen, sagte der ITAW-Experte Joseph Schnitzler. 

Der Buckelwal war Montagmorgen (23.3.2026) auf der Sandbank entdeckt worden. Am Dienstag war ein Rettungsversuch mit einem kleinen Saugbagger gescheitert. Zuvor waren bereits andere Versuche fehlgeschlagen.

Ostsee stellt Nadelöhr dar

Ganz geschafft hätte es der Wal bei einer erfolgreichen Befreiung dann aber weiterhin nicht. Da die Ostsee nicht sein natürlicher Lebensraum ist, muss er wieder zurück in die Nordsee und dann weiter in den Atlantik gelangen. Laut Experten besteht die Gefahr, dass der Wal sich erneut festschwimmt oder aus der Ostsee nicht wieder herausfindet. Die Ostsee stelle ein Nadelöhr dar, sagte etwa Jan Herrmann, Tierarzt und Wal-Experte aus Wilhelmshaven. »Den Ausgang muss man wieder finden, und es ist nicht ganz sicher, dass das in der Navigation der Buckelwale so angelegt ist.«

Zudem ist der Wal nach Angaben des Deutschen Meeresmuseums in der Ostsee zahlreichen Störungen ausgesetzt, wie zum Beispiel dem Schiffsverkehr. Es existieren in den dänischen Gewässern auch einige Engstellen. Joseph Schnitzler, Experte des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW), sagte am Mittwoch, der Wal müsse sicherlich begleitet werden, damit er herausfinde. »Und dann hoffen wir mal, dass das Tier dann halt kluge Entscheidungen trifft, denn so richtig leiten kann man es nicht.«

Warum Wale stranden, können Sie in unserem Artikel dazu ausführlicher lesen.

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